44-Euro-Freigrenze wird zur 50-Euro-Freigrenze ab 2022

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44-Euro-Freigrenze wird zur 50-Euro-Freigrenze ab 2022

50-Euro-Freigrenze

Ab 1.1. 2022 wird die Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro auf 50 Euro angehoben. Das wurde bereits im Jahressteuergesetz 2020 beschlossen. Somit gilt ab 2022 eine höhere Sachbezugsfreigrenze, für die Sachzuwendungen an Ihre Arbeitnehmer. Der Sachbezug muss dabei zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und darf ab 2022 den Betrag von 50 Euro nicht übersteigen.

50-Euro-Freigrenze oder Freibetrag

Es handelt sich bei der 44-Euro bzw. 50-Euro-Freigrenze um eine Freigrenze. Die 50-Euro-Freigrenze besagt, dass Sachbezüge nur dann für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steuer- und beitragsfrei sind, wenn der Wert in Summe 50,00 Euro pro Monat nicht übersteigt. Die Sachzuwendung darf somit den Betrag von 50,00 Euro nicht überschreiten, ansonsten ist der gesamte Sachbezug steuerpflichtig (und beitragspflichtig).

Anmerkung: Würde es sich um einen Freibetrag handeln, wäre nur der übersteigende Betrag steuerpflichtig.

Der Betrag von 50 Euro als steuerfreie Sachzuwendung, kann für die Mitarbeiter beispielsweise in Form eines Tankgutscheins, einer Gutscheinkarte für bestimmte Geschäfte, als Jobticket oder Sachgeschenk ausgegeben werden.

Welche der Optionen die richtige für Ihre Arbeitnehmer ist, hängt von jedem einzelnen ab. Sachgeschenke sind zwar oft persönlicher als Gutscheine, Gutscheine sind dafür flexibel und nach individuellen Vorlieben einlösbar.

Bei der Gewährung von Tankgutscheinen sollten Sie in den Betrieben im Übrigen darauf achten, dass den steigenden Kraftstoffpreisen Rechnung getragen wird. Oftmals lautet die Vereinbarung zu den Tankgutscheinen, dass der Arbeitnehmer beispielsweise 25 Liter Kraftstoff bei der A-Tankstelle monatlich tanken darf. Hierbei muss beachtet werden, dass durch die steigenden Preise der Betrag von 44 Euro bzw. 50 Euro monatlich durch die steigenden Kraftstoffpreise überschritten werden kann. Daher sollte in den Vereinbarungen der Zusatz gemacht werden, dass ein Gesamtbetrag von 44 Euro bzw. 50 Euro nicht überschritten werden darf oder (alternativ) bei einem Kraftstoffpreis von mehr als 2,00 Euro je Liter nur noch 20 Liter getankt werden können.

Beispiele zur Anwendung der 50-Euro-Freigrenze ab 2022

  • Sachgeschenke
  • Tankkarten
  • Zinsersparnisse
  • Jobtickets
  • Telefonkarten (unentgeltlich)

Aufzeichnungspflichten bei 50-Euro Freigrenze beachten

Der Arbeitgeber trägt die Beweislast, dass die ausgegebenen und im Betrieb nicht mehr vorhandenen Gutscheine den Vorgaben der Finanzverwaltung entsprechen. Daher sollte im Betrieb stets eine Kopie der an die Arbeitnehmer herausgegebenen Gutscheine, zumindest aber ein Muster der Gutscheine, vorgehalten werden. Die Kopie des Gutscheins sollte der Personalakte des Mitarbeiters beigefügt werden. Bestenfalls mit Unterschrift der Arbeitnehmer.

Der Arbeitgeber muss alle Sachbezüge, im Lohnkonto aufzeichnen, das gilt auch dann, wenn sie aufgrund der Anwendung der Freigrenze von monatlich 44 bzw. 50 Euro steuerfrei bleiben.

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