Seit 01.01.2005 zahlen Mitglieder, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, einen Beitragszuschlag Pflegeversicherung für Kinderlose. Den Beitragszuschlag für Kinderlose trägt allein das Mitglied/Arbeitnehmer.
Für die Beitragszahlung gilt, dass der Beitragszuschlag von den beitragsabführenden Stellen zusammen mit dem „regulären“ Beitrag bzw. Beitragsanteil zur Pflegeversicherung einzubehalten und an die zuständige Einzugsstelle abzuführen ist. Zunächst betrug der Beitragszuschlag 0,25 %.
- Ab 01.01.2022 betrug er 0,35 %,
- ab 01.07.2023 wurde er auf 0,6 % erhöht und
- ab 01.01.2027 soll er bei 0,9 % liegen (Pflegeneuordnungsgesetz – noch nicht verabschiedet!).
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Nachweis Elterneigenschaft – Beitragszuschlag Pflegeversicherung
Mitglieder mit Elterneigenschaft sind vom Beitragszuschlag für Kinderlose ausgenommen (§ 55 Absatz 3 Satz 3 SGB XI). Dafür ist die Elterneigenschaft in geeigneter Form gegenüber der beitragsabführenden Stelle (Arbeitgeber) bzw. bei Selbstzahlern gegenüber der Pflegekasse nachgewiesen wird, sofern diesen Stellen die Elterneigenschaft nicht bereits aus anderen Gründen bekannt ist (§ 55 Absatz 3a Satz 1 SGB XI). Ferner sind Mitglieder, die vor dem 01.01.1940 geboren sind, Wehrdienstleistende sowie Bezieher von Bürgergeld (nach § 19 Absatz 1 Satz 1 SGB II) ebenfalls vom Beitragszuschlag für Kinderlose ausgenommen.
Für Arbeitnehmer (Mitglieder), die das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (zum Beispiel Auszubildende), ist der Beitragszuschlag ebenfalls nicht zu erheben. Die Beitragspflicht beginnt mit dem Monatsersten des Monats, der auf die Vollendung des 23. Lebensjahres folgt.
Beispiel:
Klaus Alt ist am 15.01.2003 geboren.
Er vollendet das 23. Lebensjahr am 14.01.2026. Die Beitragspflicht für den Beitragszuschlag für kinderlose Arbeitnehmer beginnt somit ab 01.02.2026. Im Abrechnungsmonat Januar 2026 ist damit der Beitragszuschlag (noch) nicht zu erheben, sondern erst ab 01.02.2026 (Abrechnungsmonat Februar 2026).
Als Nachweis der Elterneigenschaft dient ein geeigneter Nachweis wie beispielsweise Geburts- oder Abstammungsurkunde, Adoptionsnachweis, eingetragene Kinderfreibetragen in ELStAM. Nachweise ist in den elektronischen Entgeltunterlagen zu führen.
